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Siedlungs-Chronik
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Der Berliner Ortsteil Blankenfelde

Der Berliner Ortsteil Blankenfelde, in dem sich die Stadtrandsiedlung Blankenfelde befindet, gehört zum Bezirk Pankow und ist gelegen im Norden von Berlin. Er grenzt direkt an den Ort Schildow im Land Brandenburg. Berliner Nachbarn sind die Ortsteile Französisch Buchholz zur rechten Seite und Lübars sowie Rosenthal zur linken Seite.

Das Dorf Blankenfelde entstand 1920 mit der Bildung von Groß-Berlin. Es wurde gebildet aus der damals selbstständigen Landgemeinde Blankenfelde mit 549 Einwohnern und dem Gutsbezirk Blankenfelde mit 360 Bewohnern. Blankenfelde ist derzeit das letzte Dorf auf Berliner Stadtgebiet, das rundherum von Feldern umgeben ist. Mit ca. 143 Einwohner pro km² ist Blankenfelde der am dünnsten besiedelte Ortsteil von Berlin.

In Blankenfelde sind verschiedene Handwerksbetriebe, Gewerbetreibende und zahlreiche Reiterhöfe ansässig. Der Ort verfügt über eine Grundschule, drei Kitas, eine Feuerwehr und natürlich über eine Kirche.


Geschichte

Blankenfelde wird erstmals im Jahr 1375 urkundlich erwähnt, wahrscheinlich ist es aber bereits um 1230 im Rahmen der Besiedlung des Barnim entstanden. 1652 wurden 17 Höfe und neun Kossätenstellen gezählt, doch waren hiervon 14 Höfe und vier Kossätenstellen wüst. (Quelle: Wikipedia)

Zentraler Punkt im Ort war und ist das Stadtgut. In den Quellen taucht das „Stadtgut“ erstmals als Rittergut mit Wohnhof und Schäferei im Jahr 1519 auf. Bis ins 19. Jahrhundert wechselt es mehrfach den Besitzer zwischen verschiedenen Adels- und Fabrikantenfamilien, darunter sogar ein preußischer König. 1882 kommt es in den Besitz der Stadt Berlin, und es wird mit der Bewirtschaftung der Rieselfelder begonnen. 1890 werden Herrenhaus und Brennerei zur Heimstätte umgebaut, die bis zum 1. Weltkrieg zur Genesung von Wöchnerinnen und als Lungenheilstätte diente, später dann als Altenheim. Nach dem 2. Weltkrieg besetzt die Rote Armee das Gut und es wird zum Flüchtlingsheim. Im Jahr 1949 kommt es unter die Verwaltung der DDR und dient als „Volkseigenes Gut“ der landwirtschaftlichen Produktion und als Ausbildungsstätte für landwirtschaftliche Berufe.
Von 1995 an stand es leer.
Bis zum Jahre 2004 verfiel das Stadtgut Blankenfelde immer mehr. Dann beginnt der Verein StadtGut Blankenfelde mit der Sanierung von Altlasten und anderen Maßnahmen. Er hat sich zum Ziel gesetzt, das Stadtgut, zu retten und einer Nutzung zuzuführen, die modellhaft eine nachhaltige Lebensweise ermöglicht und damit zumindest partiell an eine ursprüngliche Nutzung anknüpft. Denk mal an Berlin e.V. würdigt das jahrelange Engagement für den Erhalt und die Neunutzung des Geländes mit der Auszeichnung als "Besonderes Denkmal".

www.stadtgut-blankenfelde.de

(Quelle: Denk mal an Berlin)

Von 1943 bis 1945 befanden sich an der Straße nach Lübars zwei Lager für Zwangsarbeiter. Das Lager südlich der Straße war als Durchgangslager für die Rücksendung von Ostarbeitern eingerichtet worden, die arbeitsunfähig geworden waren. Es wurde auch als Krankenlager für Ostarbeiter genutzt, ein Teil davon für die Unterbringung Schwangerer.

 

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